Zum 25-jährigen Jubiläum der 250. Post. (Ich hoffe ich habe mich nicht verzählt!) Damit ist The Brand Union immerhin 6 Jahre älter als die friedliche Revolution in der DDR, die sich nächstes jahr zum 20. Mal jährt. Und sieh mal einer an, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat sich dazu ein besonders schickes Logo verpasst. Und zwar wie es sich für echte Sozialisten gehört, haben sie erst eine Ausschreibung gemacht, sich von professionellen Designagenturen Logovorschläge präsentieren lassen, und dann entschieden, es doch lieber selbst zu machen, wozu Geld für teure Agenturen ausgeben.
Im Fontblog regt man sich zurecht über diese Mentalität auf. Der Gipfel ist aber der Kommentar der Welt, “manchmal geht es besser ohne professionelle Kreative”. Wir sind ja gewöhnt, dass da hergelaufene Design-Gurus kommen, ein blaues Quadrat machen, eine kleine Diagonale rein, Deutsche Bank dazu und mel eben ein paar Hunderttausend Mark (damals noch) kassieren. Oder ein Rotes D und ein B, fertig ist Die Bahn – das hätten wir doch auch gekonnt, oder? Mit PhotoShop haben wir jetzt die Möglichkeit der Demokratisierung des Designs. Man nehme sein Lieblingsfoto, tue eine Zahl, wahlweise einen Buchstaben dazu, bastle ein bisschen im Menü herum, und schon ist der Profi überflüssig.
Ein Grund mehr, an solchen halbseidenen Logo-Wettbewerben nicht teilzunehmen.
